CBD Öl

CBD Öl als Hilfe für ADHS-Patienten

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Die Forschungslage bei der Krankheit ADHS ist noch sehr volatil. Es gibt immer neue Studien, die auch neue Erkenntnisse bringen. Das bedeutet aber auch, dass bei der Verabreichung von Medikamenten ein wissenschaftlicher Konsens noch nicht erreicht ist. Das Mittel der Wahl ist immer noch Ritalin, aber zunehmend wird auch Cannbisöl, auch als CBD Öl bezeichnet, in die Therapie eingebracht.

Noch gibt es keine groß angelegten Feldstudien, wie sich Cannabis und vor allem der Wirkstoff THC auf ADHS-Patienten auswirken, aber es gibt erste Teststudien, und diese sind durchaus Erfolg versprechend. So hat eine Untersuchung in Heidelberg ergeben, dass es mit CBD Öl eine deutliche Verbesserung des Aufmerksamkeitsniveaus gab. Das bedeutete auch, dass Patienten dadurch in der Lage waren, wieder am Straßenverkehr teilzunehmen. Und diese Studie wurde bereits 2008 durchgeführt.

Eine Untersuchung bei erwachsenen ADHS-Patienten, bei denen keine Therapie mehr angeschlagen hatte, ergab eine deutliche Verbesserungen der Lebenssituation. Vor allem wurden die oft mit der Krankheit verbundenen Schlafstörungen stark reduziert.

Dennoch tut man sich in Deutschland noch schwer damit, ADHS als Medikament zuzulassen. Bislang darf es nur dann eingesetzt werden, wenn andere Therapieansätze keinen Erfolg gebracht haben oder aber die Nebenwirkungen durch andere Medikamente zu stark waren. Nur zwei Dutzend Patienten werden derzeit legal mit Produkten aus CBD Öl behandelt.

Oftmals gehen Betroffene deshalb ins benachbarte Ausland, vor allem in die Niederlande, um sich entsprechende Produkte zu besorgen. Manche bauen auch Cannabis selbst an, was aber nach deutscher Rechtslage immer noch verboten ist.

Pharmafirmen weisen darauf hin, das medizinische Cannabisprodukte sauberer sind und lediglich die Wirkstoffe enthalten, während im Öl natürlich noch andere Wirkstoffe und Stoffe enthalten sind. Befürworter argumentieren, dass es eventuell der Mix aus mehreren Wirkstoffe und Stoffen ist, der die Heilwirkung von Cannabis-Öl begründet.

Ganz ohne Nebenwirkungen ist natürlich auch Cannabis nicht. Da ist zum einen die Abhängigkeits- und Suchtgefahr, die es abzuwägen gilt. Dann kann es zu Verstärkungen psychischer Symptome kommen, zum Beispiel Verstärkung von Depressionen, Euphorie und nachlassende kognitive Fähigkeiten. Was die körperlichen Nebenwirkungen angeht, wird oft von Mundtrockenheit, Blutdruckabfall und Sprechproblemen berichtet. In der Regel halten diese Symptome aber nicht an, sondern verschwinden nach dem Absetzen der Therapie oder einer niedrigeren Dosierung.

Grundsätzlich ist es immer besser, jede Therapie mit einem Arzt zu diskutieren. Auch wenn es zum Beispiel keine wirkliche Überdosierung von Cannabis-Öl geben kann, sind Selbstmedikationen dennoch nicht immer angeraten. So kann es sein dass man mit zu hohen Dosen anfängt, obwohl eine geringe Gabe auch schon reicht und dann Spielraum nach oben offen lässt.

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