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Kronen aus Vollkeramik

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Jeder kennt sie noch, die gute alte Goldkrone. Sie galt lange Zeit als das Non-Plus-Ultra. Doch nun kommt ein neuer Renner, die Krone aus Vollkeramik. Diese galt lange Zeit als nicht bissfest genug, doch Fortschritte in den Materialien haben das geändert.

Wann braucht man eine Krone? Wenn ein Zahn anfängt, Löcher zu bekommen, kämpft der Zahnarzt zunächst mit Füllungen dagegen an. Wenn dann aber nicht mehr genug von dem Zahn über ist, dann wird es Zeit für eine Krone. Dies kann eine Teilkrone oder eine vollständige Krone sein. Diese kommt in verschiedenen Materialien. Da gibt es Kunststoffe, Metalle mit Keramik und die Goldkrone. Doch nun ist die Vollkeramik da. Diese unterscheidet sich erheblich von den anderen. Zum ersten wäre da der Preis. Eine normale Krone wird von der Kasse mit 200 Euro finanziert. Eine Goldkrone kostet jedoch im Schnitt 250 Euro, man muss also 50 Euro zuzahlen. Eine Krone aus Vollkeramik schlägt jedoch mit an die 600 Euro zu buche, doch die sind es wert. Die Vorteile der Vollkeramik sind nämlich zahlreich. Zum einen lebt eine Krone aus Vollkeramik länger. Eine Goldfüllung schafft es im Schnitt auf 25 Jahre, die Vollkeramik dagegen existiert bis zu 30 Jahre. Dann lässt sich die Vollkeramik aufgrund der materiellen Beschaffenheit leichter an die Farbe der anderen Zähne anpassen. Sie fällt also schlichtweg nicht so auf.

Eine Krone aus Vollkeramik weist keine Metalle auf. Das ist sehr wichtig, denn gerade die Metalle sind es, die allergische Reaktionen wie chronische Kopfschmerzen hervorrufen. Weiterhin leitet Keramik Wärme nicht so leicht wie Metalle. Das lässt den Mund weniger empfindlich gegenüber thermischen Reizen werden. Da macht auch das Eis Essen oder Kaffetrinken auch weiterhin Spaß.

Die Eigenschaften des Materials gleichen denen des natürlichen Zahnschmelzes. Das führt dazu, dass sich Kronen aus Vollkeramik viel natürlicher im Mund anfühlen.

Und dann ist da noch der Strom. Jeder weiß, dass Metall den Strom leitet und Keramik eben nicht. Wussten Sie aber auch, dass der Speichel, wenn er auf zwei verschiedene Metalle im Mund trifft, manchmal Strom produziert? Dies ist ein weiteres Phänomen, dass die Verwendung von Metallen nicht empfehlenswert macht. Keramik kennt dieses Problem nicht.

Wie wird die Krone aus Vollkeramik eingesetzt? Einmal vorbereitet, passt die Krone genau auf die Zahnreste. Dann bedarf es nur eines speziellen Klebstoffes, um beide auf Dauer miteinander zu vereinen. Einziger Nachteil ist, dass eine Vollkeramikkrone auf diese Weise nicht auf herausnehmbaren Prothesen verwendet werden kann. Diese benötigen nach wie vor ein Metallgerüst.

Nachdem die Fortschritte in den Materialien es nun ermöglichen, hochfeste und vor allem haltbare Kronen aus Vollkeramik herzustellen, hat dieses Material die Goldkrone als die Krone ersetzt. Vollkeramik bietet eine einzigartige Ästhetik, denn sie kann den Zähnen perfekt nachempfunden werden, und vermeidet Allergien und schmerzreize durch thermische Belastung. Auch ihre Haltbarkeit ist inzwischen weit länger als die der Konkurrenz. Einzig der Preis bleibt ein wenig hoch, aber hier gilt die alte Regel, das Qualität nun eben einmal ihren Preis hat. Wenn man sich jedoch die Vorteile der Vollkeramik ansieht, kann man den Preis doch in Kauf nehmen.

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